Sitzen in Bewegung oder wie Schweizer Mouse aufklärend wirken

Sitzen in Bewegung oder wie eine „Schweizer Mouse“ aufklärend wirkt

Die Fahrt in den Urlaub oder zum Geschäftstermin, etliche Stunden sitzen wir im Auto; mal den Arm links am Fenster aufgelehnt, mal rechts auf der Mittelkonsole. Mal strecken wir uns auch einfach nach oben oder kreisen mit dem Kopf. Plötzlich die Tankanzeige - nach drei Kilometern fahren wir rechts raus und an die Tanksäule. Schon beim Aussteigen merken wir, wie es einen leichten Ruck im Rücken gibt - noch mal gestreckt: AH! Das tut gut! Wir tanken unser Auto voll, nehmen noch schnell einen „Coffee to go“ und weiter geht’s.

Erst wenn wir abends ins Bett gehen, merken wir, wie fertig wir eigentlich sind - von nur dem bisschen Autofahren? Nein, wir haben, wieder einmal, fast nur gesessen. Mehr oder weniger statisch. Und nebenbei haben wir uns auch noch auf den Straßenverkehr konzentriert. Und gestern: Da saßen wir am Schreibtisch, dann war da noch die Besprechung von 14 bis 16 Uhr und anschließend die Erstellung der nächsten Statistik, Präsentation, des Wochenberichts etc.

Wir haben, wieder einmal, fast nur gesessen und uns nebenbei noch auf die Arbeit konzentriert. Wir sitzen viel und dazu meist auch noch gerne - wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Wir sind zu einem Volk der „Vielsitzer“ geworden. Doch leider sitzen die meisten von uns schlicht und ergreifend falsch (gemeint ist die Haltung und nicht der Ort).

Ob Sie ebenfalls zu den Sesshaften gehören, die ihre Wirbelsäule mehr be- als entlasten, kann ein neues mobiles Messgerät zur Visualisierung des „Sitzverhaltens“ aufzeigen - die ErgoMouse. Mit ihr kann erstmals schnell und objektiv vermittelt werden, dass die Art unserer Körperhaltung von der Tätigkeit bestimmt wird und dass Impulse durch den Stuhl zu deutlichen Haltungskorrekturen führen. Durch die visualisierte Darstellung zeigt die ErgoMouse, wie durch die Beckenaufrichtung auf einer nach vorne geneigten Sitzfläche die gewollte haltungsprägende Kettenreaktion ausgelöst wird. Die gemessenen Wirbelsäulenkurven werden in einem persönlichen Sitzpass der Testperson erfasst und animieren so zur ständigen Überprüfung des Eigenverhaltens.

Die Schweizer Firma Idiag hat im Segment Medizintechnik die kleine „Mouse“ entwickelt, die nun in Deutschland für die „Betriebliche Gesundheitsförderung“ eingesetzt wird. Durch dieses „Erlebnis-Sitzen“ wird das „Sitzen in Bewegung“ gefördert.

„Sitzen in Bewegung“ – ein Antagonismus, eine neue Sportart? Nein, hier ist kein Wettrennen mit Bürodrehstühlen gemeint. Es geht um die Bewegung - die Veränderung der Körperhaltung, der Sitzposition am Arbeitsplatz. Sie sollen nicht zu Heinrich Hoffmanns „Zappelphilipp“ werden, obwohl dieser von Arbeitsmedizinern bereits rehabilitiert wurde, sondern zum dynamisch-aktiven Be-Sitzer. Um es kurz zu sagen: Die richtige Sitzhaltung ist immer die nächste und der beste Stuhl ist der, auf dem man gerade nicht sitzt. Leider ist das in der Praxis nicht immer anzuwenden. Deshalb hier ein paar Tipps, wie man starres und damit ermüdendes Sitzen vermeiden kann:

Der Effekt: Sitzen in Bewegung macht schlau! Denn es versorgt die Bandscheiben permanent mit Nährstoffen, stimuliert die komplexen Rückenmuskeln, hält die über 100 Gelenke der Wirbelsäule in Bewegung, optimiert die Blutzirkulation und damit die Sauerstoffversorgung und hält die Hirnstoffwechselprozesse aufrecht. So werden Aufmerksamkeit und Konzentration gestärkt. Bringen Sie mehr Bewegung in Ihren Arbeitsalltag, nicht nur Ihre Wirbelsäule wird es Ihnen danken.